Am Mittwoch den 14.09.2022 ging es zur Cascata delle Marmore, einem künstlichen Wasserfall.
Allerdings haben ihn die Römer bereits 271 v.Chr. angelegt, so dass er in 7 Jahren bereits 2300 Jahre alt ist. Mit seinen insgesamt 165m Höhe ist er der höchste von Menschen angelegte Wasserfall der Welt und 3m höher als die Triberger Wasserfälle im Schwarzwald. Angelegt wurde er, indem der Fluss Velino umgeleitet wurde. Heutzutage wird das Wasser aber auch zur Stromerzeugung genutzt, so dass die meiste Zeit des Tages nur eine geringe Wassermenge (0,3 kbm/s) fließt und der Rest durch Turbinen geleitet wird. Bevor die Wassermenge erhöht wird, auf 15 kbm/s, erschallen mehrfach laute Sirenen, damit sich nicht jemand in den Uferbereichen aufhält. Nach wenigen Minuten erreichen die Wasserfälle dann ihre ganze Pracht. Und es ist eine Pracht. Am oberen Aussichtspunkt kann man die oberste und längste der drei Fallstufen gut sehen, von unten sind die weiteren zwei schön zu erforschen. Leider versteckt sich die obere Fallstufe von unten aus betrachtet sehr hinter dem zerstäubten Wasser. Anscheinend stand der Wind auch nicht günstig und die Luftfeuchtigkeit trug wohl auch dazu bei, dass der sich durch die zerstäubung bildende Nebel etwas länger hielt.
Das behindert ein gutes Fotografieren leider doch sehr. Dass ich meine Graufilter zuhause gelassen habe erleichtert das Einfrieren der Wassermassen in “Wattewasser“ auch nicht gerade. Nu ja.
Wir sind übrigens zwischen dem oberen und unteren Aussichtspunkten mit dem Auto gefahren, der Shuttlebus war nicht in Betrieb, und die 180 nötigen Höhenmeter, größtenteils als Treppen, waren uns nach dem gestrigen Marsch auf die Civita di Bagnoregio doch zuviel. Vor allem in beide Richtungen… Mit der Option für den Rückweg auf den Bus zurückgreifen zu können wäre das vielleicht was anderes gewesen. Auch war der die Showtime vormittags nur zwei Stunden und mit Staunen, Fotografieren Umherlaufen und Umparken (außen rum sind es dann auch 10 km) haben wir doch einiges an Zeit gebraucht. So haben wir uns leider auch den Aussichtspunkt auf dem Hügel gegenüber gespart, wäre wohl auch zu knapp geworden. Von diesem Punkt kann man wohl alle drei Stufen zusammen sehen, aber dafür müssen wir wohl nochmal wieder kommen. 🙂 Auch gibt es in den Sommermonaten wohl Nachtführungen (bzw Dämmerungsführungen), bei denen der Wasserfall erleuchtet wird…
Ebenso kann man einen Balkonaussichtspunkt auf halber Höhe, den Balkon der Liebenden, nur mit Führungen erreichen.

Aber die ganzen “nicht“ Punkte sollen das ganze gar nicht mies machen, der Wasserfall ist wunderschön, und das Erlebnis ist beeindruckend und macht Spaß.

Heute Nacht hat es gewittert – mit Stromausfall, was wir daran merkten, dass die Notlichter angingen… Und auch gerade jetzt regnet es leicht. Mal sehen was wir heute machen.